Nährstofftabelle

Diese Übersicht basiert auf den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wir haben haben versucht die umfangreichen Empfehlungen der DGE möglichst knapp und übersichtlich darzustellen.

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, sich die nachfolgende Tabelle als PDF anzusehen und natürlich auch abzuspeichern, damit Sie sich auch jederzeit offline informieren können.


NährstoffFunktionSäuglingSchwangere
bzw.
Stillende
Kinder & Jugendliche (Pubertät)Erwachsene / RisikogruppenPersonen ab 50 ZielBeeinfluß- ung der AufnahmeUnverträg- lichkeiten / Risiko
Calcium Aufbau von Knochen- und Zahnsubstanz, intrazelluläre Signalübermittlung, Reizübertragung im NS, elektromechanische Kopplung im Muskel, Blutgerinnung Allg. intensives Wachstum;
Mangel: Rachitis/ Knochenver- formung
Erhöhter Calciumbedarf Intensives Wachstum, v.a. Knochen => Rachitis / Knochenver- formung Abschluß des Knochenaufbaus im 3. Lebensjahrzehnt, mit zunehmendem Alter vermehrter Knochenabbau;
Mangel: Osteomalazie und Knocheninstabilität
Beschleuni- gung des Kochenab- baus, v.a. mit Eintritt der Menopause bei der Frau;
Mangel: Osteoporose
Maximaler Knochen- aufbau und minimaler Knochen- abbau pos.: Vitamin D;
neg.: Phytinsäure, Oxalat, Lignin, Uronsäure
Personen mit Harnsteinrisiko auf ausreichende Flüssigkeits- zufuhr achten
Magnesium Aktiviert zahlreiche Enzyme, Synthese von Nukleinsäuren, neuromuskuläre Reizübertragung, Muskelkontraktion, Membran-und Knochenstabilität Wird über Muttermilch ausreichend versorgt Mehrbedarf an Magnesium   Wichtig für sämtliche Muskelfunktionen, Verlust über Schweiß (Krämpfe bei Sport und Hitze)   Vermeidung von Muskel- funktions- störungen, Muskel- schwäche und Muskel- krämpfen, Versorgung von Leistungs- sportlern neg.: Phytinsäure, Ballaststoffe, chronische Alkohol- aufnahme, best. Arzneimittel Durchfall bei zu hoher Dosierung
Eisen Bestandteil von Hämoglobin (Sauerstoff- transport!), Myoglobin und verschiedenen Enzymen Wird über Muttermilch versorgt, nennens- werter Bedarf an Nahrungs- eisen erst ab dem 4. Monat Mindestens 30 mg pro Tag; über die Nahrung nicht zu decken Mehrbedarf aufgrund von Wachstum; bei Mädchen setzt in Pubertät die Menstruation ein. Frauen haben grundsätzlich einen erhöhten Bedarf (Menstruation), Risiko eines Mangels auch bei Vegetariern / Veganern Häufig Mehrbedarf aufgrund von chronischen Entzündung- en und Krankheiten Vermeidung von Blutarmut, Stärkung des Immun- systems, stabile körperliche Leistungs- fähigkeit pos.: Vitamin C
neg.: Phytinsäure, Getreide, Vollkorn, Milchprodukte, schwarzer Tee, Kaffee
Eisenüber- schuß u. a. bei Alkoholismus
Jod Bestandteil der Schilddrüsen- hormone (ebenso Selen!) Muttermilch => Mangel: Kretinismus (gestörte körperliche und geistige Entwicklung) Mehrbedarf aufgrund von erhöhter Jod- ausscheidung über Urin und Muttermilch Mangel: Kretinismus (gestörte körperliche und geistige Entwicklung), Kropf     Vermeidung von Kropf- und Struma- ausbildung (Deutschland, v.a. der Süden, ist ein Jodmangel- gebiet!!)   Jodinduzierter Kropf, Jod- Akne, Hypertyreose bei unphysiolo- gischer Jodaufnahme
Zink Bestandteil von Knochen, Haut, Haaren und Nägeln. Aktivator und Bestandteil zahlreicher Enzyme, Hormone, Rezeptoren sowie des Immunsystems Risiko eines Zinkmangels bei schnellem Wachstum Mehrbedarf ab dem 4. Schwanger- schaftsmonat und ab der Stillzeit Risiko eines Zinkmangels bei schnellem Wachstum     Vermeidung von Haarausfall, Dermatitis, Verbesser- ung der Wundheil- ung, schöne Haut, Haare und Nägel pos.: Citrat und Aminosäuren, v.a. Cystein
neg.: Milchprodukte, Phytinsäure (Getreide / Vollkorn)
 
Selen Lebenswichtiger Bestandteil von Enzymen und Proteinen, antioxidative Eigenschaft, v. a. in Kombination mit Vitamin E, Hinweise auf eine antikanzerogene Wirkung, Bestandteil von Schilddrüsen- hormon (Jod!) Ausreichende Speicher Mehrbedarf v.a. zu Beginn der Stillzeit   Selenzufuhr bei chronischer Dialyse empfelenswert, ebenso Veganer / Vegetarier / einseitige Ernährung   Zellschutz, Vermeidung von schweren Mangel- symptomen (Muskelfunk- tionsstörung)   Selen- vergiftung ab 800μg / Tag
Vitamin C Radikalfänger, Bestandteil von Enzymen, beteiligt an Kollagen- und Carnitinsynthese, Elektronen- donator, gilt als wirksames Antioxidans, verhindert Nitrosaminbildung im Magen und unterstüzt das Immunsystem Muttermilch Mehrbedarf   Erhöhter Bedarf bei körperlicher Belastung, Sreß, Alkohol- und Medikamenten- missbrauch, Diabetes mellitus, Rauchen Häufig unge- nügende Versorgung aufgrund von Kauproble- men, Medikamen- teneinnahme und einseitiger Lebens- und Ernährungs- weise Zellschutz, Leistungs- fähigkeit, Schutz vor Infekten, Wohlbe- finden Vermeidung von Blutungen und Zahnfleisch- entzündung   Durchfall bei extrem hohen Gaben
Vitamin D Aufrechter- haltung der Calcium- Homöostase, Vitamin-D- Hormone Muttermilch reicht für komplette Versorgung nicht aus => Mangel: Rachitis / Knochenver- formung   Mangel: Rachitis / Knochenver- formung Mangel: Osteomalazie und Knochenin- stabilität Eigensynthe- se in der Haut mit Sonnenlicht nimmt ab, alte Menschen meiden auch häufig die Sonne;
Mangel: Osteoporose, Knochen- abbau
Unter- stützung der Calcium- Homöostase pos.: Nahrungsfett;
Vitamin D-Wirkung wird durch Calcium- Aufnahme verbessert
Tägliche Aufnahme von 50μg unbedenlich, höhere Dosen können schwere Organ- störungen auslösen!
Vitamin E Wichtigstes fettlösliches Antioxidans, wirkt der Arteriosklerose entgegen, Bestandteil aller biologischer Membranen Sehr geringe Speicher, aber über Muttermilch ausreichend         Zell- und Membran- schutz pos.: mittelkettige, gesättigte Fettsäuren
neg.: langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Täglich 200 - 800mg unbedenklich, ansonsten Magen- Darm- Probleme, Störungen der Blutgerinnung
Vitamin B1 (Thiamin) Bestandteil von Coenzymen, wasserlöslich Erhöhter Bedarf;

schwerer Mangel: infantile Beri-Beri (lebensbe- drohliche Krankheit)
Mehrbedarf aufgrund von Abgabe über Muttermilch und erhöhten Energiebedarfs schwerer Mangel: infantile Beri-Beri schwerer Mangel: Beri-Beri, Veränderungen des Nervensystems (besonders gefährdet sind Alkoholkranke)   Vermeidung von Mangeler- scheinungen    
Vitamin B2 (Riboflavin) Bestandteil von Coenzymen, wasserlöslich   Mehrbedarf Mangel: u. a. Wachstums- störungen Mehrbedarf bei Alkoholmiss- brauch und körperlicher Arbeit   Vermeidung von Mangeler- scheinungen, z. B. Ent- zündungen der Schleim- häute neg.: Antidepressiva  
Vitamin B5 (Niacin) Bestandteil von Coenzymen, am gesamten Stoffwechsel beteiligt, wasserlöslich   Mehrbedarf   Eigensynthese aus Tryptophan in Leber und Niere möglich;
schwerer Mangel: Pellagra (=rauhe Haut)
  Vermeidung von Mangeler- scheinungen   Nicht mehr als 35mg pro Tag
Pantothen- säure Zentrale Bedeutung als Bestandteil von Coenzym A, wasserlöslich       Versorgung generell über Ernährung ausreichend, da Pantothensäure in fast allen Lebensmitteln vorkommt        
Folsäure Beteiligt an Zellteilung und- neubildung, wasserlöslich Muttermilch;
schwerer Mangel: Neuralrohr- defekt (letal)
Mehrbedarf zur Verhütung eines Neuralrohr- defekts beim Fetus   schwerer Mangel: megaloblasti- sche Anämie (übernormale Größe der roten Blutkörperchen), Frauen die schwanger werden wollen, sollten vermehrt Folsäure zu sich nehmen   Vermeidung von unspezi- fischen Mangel- symptomen    
Biotin Schlüssel- funktion bei zahlreichen Stoffwechsel- wegen Mangel: Gedeih- störung         Vermeidung von Mangeler- scheinungen wie Bindehaut- entzündung, Depression, Schwäche und Übelkeit    
Vitamin B12
(Cobalamin)
Ausgangsstoff für Coenzyme, "extrinsic factor", wasserlöslich Hohe Verwertung Mehrbedarf als Vorsichts- maßnahme schwerer Mangel: megaloblast- ische Anämie Kann nur zusammen mit "intrinsic factor" absorbiert werden. Mangelrisiko bei strikten Vegetariern Häufig Absorptions- störungen Vermiedung von Blutarmut und Nerven- schäden    


Die in obiger Tabelle zusammengetragenen Informationen stammen aus:
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Deutsche Gesellschaft für Ernährung / Österreichische Gesellschaft für Ernährung / Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung / Schweizerische Vereinigung für Ernährung, Verlag Umschau/Braus